Zirndorfer Innenstadt am 24. Juli teilweise großräumig gesperrt

Verkehrsbeeinträchtigung wegen Demonstrationen

Wegen zweier angemeldeter Demonstrationen durch Zirndorf und Oberasbach kommt es am Sonntag, 24. Juli 2016, ab etwa 11:30 Uhr zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen.

 

Die Partei „Die Rechte“ hat für den 24. Juli für etwa 20 Rechtsgerichtete beim zuständigen Landratsamt Fürth eine mobile Demonstration mit folgender Route angemeldet: Vom Bahnhof aus bewegen sich die Demonstranten über die Fürther und Nürnberger Straße zur Bibertbrücke. Hier geht es über die Albrecht-Dürer-Straße und die Rothenburger Straße nach Oberasbach. Über die Zirndorfer Straße kommen die rechten Demonstranten zurück nach Zirndorf und werden durch die südöstliche Nürnberger Straße, die Wallensteinstraße, die Mühlstraße, die Mondstraße, die Albert-Einstein-Straße und die Bahnhofstraße zurück zum Bahnhof ziehen. Entlang der Route soll immer wieder für Kundgebungen gestoppt werden.

 

Hintergrund

Vor gerade einmal drei Wochen, am 2. Juli, zeigten rund 800 Gegendemonstranten rechtsradikalen und hetzerischen Parolen von etwa 25 Aktivisten unter dem Decknamen „Franken wehrt sich" die rote Karte. Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel, Dekanin Almut Held und verdi-Bezirksgeschäftsführer Jürgen Göppner hatten gemeinsam mit zahlreichen Bündnispartnern dazu aufgerufen, Gesicht zu zeigen für Demokratie und Toleranz und sich der Gegendemonstration anzuschließen.

 

Breites Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft zur Gegendemonstration auf

Auch drei Wochen nach dem ersten Aufmarsch der Neonazis in der Bibertstadt stellt sich ein breites Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaft, Stadtverwaltungen und politischen Parteien der braunen Ideologie entgegen. Die Zivilgesellschaft ist deswegen am 24. Juli ab 11:30 Uhr zu einer weiteren Gegendemonstration aufgerufen. Die Gegendemonstranten versammeln sich in der Schützenstraße / Ecke Fürther Straße.

 

Freilich sei der erneute Aufruf zu einer Gegendemonstration viel verlangt, erklärt verdi- Bezirksgeschäftsführer Jürgen Göppner. Den rechten Aktivisten müsse aber unbedingt die Stirn geboten werden, um zu zeigen, dass ihre hetzerischen Parolen in Zirndorf und Oberasbach, ja im ganzen Landkreis nicht willkommen sind, da sind sich die vier Initiatoren der Gegendemonstration, Dekanin Almut Held, verdi-Bezirksgeschäftsführer Jürgen Göppner, Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel und - neu dabei - Oberasbachs Bürgermeisterin Birgit Huber, einig. „Das ist ein brauner Wanderzirkus, der mit Zirndorf oder Oberasbach überhaupt nichts zu tun hat“, ärgert sich Jürgen Göppner. Sowohl Bürgermeister Thomas Zwingel wie auch Dekanin Almut Held bezeichnen die Tatsache, dass sich rechte Akteure, die die Demokratie am liebsten abschaffen würden, auf das Recht, demokratische Handlungsmittel wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu nutzen, berufen, als geradezu paradox. „Unsere Demokratie schützt sogar ihre eigenen Feinde“, meinte Zwingel und rief zu einem friedlichen Protest auf. „Die eigentlich Leidtragenden sind die Polizisten, die dafür sorgen müssen, dass es zu keinen Ausschreitungen kommt und damit zwischen allen Stühlen sitzen.“

 

Großräumige Umfahrungen empfohlen

Neben dem Individualverkehr ist auch der öffentliche Personennahverkehr von den angemeldeten Demonstrationen stark beeinträchtigt. Die Bushaltestellen im Innenstadtbereich können voraussichtlich nicht angefahren werden.

Da weitere Behinderungen im Verlauf der Demonstrationen nicht auszuschließen sind, wird Ortskundigen empfohlen, die betroffenen Bereiche großräumig zu umfahren. Auf die Verkehrsdurchsagen der örtlichen Radiosender wird ergänzend verwiesen.

 

Erst ab den Abendstunden ist voraussichtlich mit keinen weiteren Beeinträchtigungen zu rechnen.

 

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