Bilder von Werner Schieche

Bahnhofstraße im Jahr 1983

Während im Mai 1983 die Untertunnelung des Bahngeländes, die den schienengleichen Bahnübergang Fürther Straße ersetzte, schon abgeschlossen war, stand die westliche Bahnhofstraße in Richtung Weiherhof noch vor großen Baumaßnahmen. Doch die Vollendung all dieser Maßnahmen sollte noch viele Jahre dauern.

Wer kann sich heute noch daran erinnern, wie es an der Ausfahrt des Bahnhofs in Richtung Weiherhof aussah? Die jüngeren Mitbürger kennen diesen Zustand vermutlich nur noch aus Erzählungen oder von Bildern.

Damals galt noch das geflügelte Wort von der „Zirndorfer Straßenbahn“ was ja im Anbetracht der Zustände nicht von der Hand zu weisen war.

Zuerst musste der Zug die Straße vor dem Baywa-Lagerhaus auf die andere Seite hin queren, was vom „Zirndorfer Fahnenschwenker“ bei Wind und Wetter abgesichert wurde. Dann kamen unmittelbar danach die Bahnübergänge Kleinstraße, Rotestraße und Burgfarrnbacher Straße. Hier konnte der Zug nur im Schritttempo und unter ohrenbetäubendem Pfeifen die Strecke befahren. Waren doch auf ein paar Hundert Meter gleich vier Bahnübergänge zu passieren. Trotz dieser Schutzmaßnahmen gab es im Laufe der Jahre immer wieder Unfälle, bei dem Kraftfahrzeuge dem Zug in die Quere kamen. Nicht zu vergessen, die weiteren Bahnübergänge Ohmstraße – auch hier mit „Fahnenschwenker“ abgesichert – und Weiherhofer Weg, wo sich trotz der Sicherungsmaßnahmen auch hier immer wieder Unfälle ereigneten.

Die meisten Gebäude, die noch auf den alten Aufnahmen zu sehen sind, sind schon lange abgerissen, wie z. B. das alte Baywa-Lagerhaus, oder auch die ehemaligen Lagerhallen der Brauerei. Auf diesem Gelände befinden sich nun der REWE-Markt, ein Bekleidungsdiscounter und die Geschäftsstelle der AOK. In diesem kurzen Bereich hat sich das Stadtbild wirklich nachhaltig gewandelt und ist hier kaum mehr wieder zu erkennen. Das einzige Gebäude, das in diesem Areal noch existiert, ist der zu Wohnungen umgebaute Getreidesilo, der Baywa.

Anzahl der Bilder: 8

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