Zertifikat überreicht

Zirndorf ist Fairtrade-Stadt

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TransFair-Referentin Hannah Rüther übergibt Bürgermeister Zwingel und Mitgliedern der Steuergruppe das lang ersehnte Zertifikat.

Nach der erfolgreichen Bewerbung Zirndorfs zur Auszeichnung als sogenannte „Fairtrade-Stadt“ wurde im Rahmen der „Fairen Woche“ Ende September 2014 offiziell das lang ersehnte Zertifikat übergeben.

„Was lange währt, wird endlich gut“, mit diesen Worten eröffnete Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel die Feierlichkeiten zur offiziellen Zertifikatsübergabe am evangelischen Kirchenplatz. Knapp zwei Jahre waren vergangen, seit Gemeindepädagoge Thomas Rohlederer vom Eine-Welt-Laden mit der Idee der Bewerbung um den Titel „Fairtrade-Stadt“ an das Stadtoberhaupt herangetreten ist.
Mit der Zusage der Stadtverwaltung gründete sich gleich in den ersten Tagen ein Steuerungskreis, bestehend aus 15 engagierten Unterstützern.
Die Mindestvoraussetzungen, das Angebot je zweier fair gehandelter Produkte durch sechs Geschäfte und drei Gastronomiebetriebe unter Beteiligung des Rathauses und öffentlicher Einrichtungen, schienen auf den ersten Blick leicht erfüllbar. War fair gehandelter Kaffee im Rathaus nicht das Problem, dauerte es tatsächlich doch bis Ende März 2014, bis genügend Handelsbetriebe, Gastronomen und sogar Schulen und Vereine „an Bord“ waren.
Nach entsprechendem Beschluss des Zirndorfer Hauptausschusses gingen die Bewerbungsunterlagen Anfang April 2014 zum Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" e.V. „TransFair“ nach Köln. Und nur sechs Wochen später kam die positive Rückmeldung, dass einer Auszeichnung nun endlich nichts mehr im Wege steht.
Zur Freude von Landrat Matthias Dießl erhielt Zirndorf nach Langenzenn und Roßtal die begehrte Auszeichnung bereits als dritte Kommune im Landkreis.

Wer denkt, mit der offiziellen Auszeichnung, die zunächst für zwei Jahre erteilt wurde, sei das Ziel des fairen Handels bereits erreicht, liegt falsch. Vielmehr gilt es, aktiv für einen gerechten und verantwortungsbewussten Umgang mit den Erzeugerländern einzutreten und fair gehandelte Produkte tatsächlich zu konsumieren. Zahlen belegen die Ausbaufähigkeit des fairen Handels. So werden nach Aussage von Hannah Rüther, Botschafterin und Referentin des Vereins TransFair, in Deutschland derzeit pro Kopf jährlich 8 Euro für fair gehandelte Produkte investiert.
Das Bibertstadt-Rathaus geht mit gutem Beispiel voraus: Neben fair gehandeltem Kaffee im Bürgermeisteramt beinhalten mittlerweile auch die städtischen Geschenkkörbe zwei fair gehandelte Produkte.

 

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