Jeder Mensch hat einen Namen - Erinnerungsgang durch Zirndorf anlässlich des 79. Jahrestages der „Reichskristallnacht“

Während der Novemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es im gesamten Deutschen Reich zu Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung – auch in Zirndorf. Ihre Geschäfte wurden demoliert und ihre Wohnungseinrichtungen zerschlagen. Die Synagoge blieb, aufgrund der dichten Bebauung, als eine der wenigen in Franken verschont. Zum Gedenken an die Zirndorfer Opfer findet am Donnerstag, den 9. November ab 19 Uhr ein Erinnerungsgang statt.

Die ehemalige Synagoge in Zirndorf

Die ehemalige Synagoge in Zirndorf

 

Im Mittelpunkt steht dabei die Verlesung der Namen der von den Nationalsozialisten vertriebenen und ermordeten Zirndorfer jüdischen Glaubens. Ihr Leben nahm mit diesem Pogrom eine unumkehrbare Wendung. An sie erinnert nicht einmal ein Grabstein und bei den meisten ist nicht bekannt, wann und unter welchen Umständen sie ihres Lebens beraubt wurden.
Der Gedenkgang mit Stadtführerin Elke Eder startet am Städtischen Museum in der Spitalstraße. Von hier aus führt sie die Teilnehmer zu den Häusern in denen die jüdischen Familien wohnten und arbeiteten. Dort werden ihre Namen und ein Psalm verlesen. Ihren Abschluss findet die Veranstaltung an der ehemaligen Synagoge in der Kleinstrasse.

 

 

 

 


 

Nähere Informationen: Museum Zirndorf, Spitalstraße 2, 90513 Zirndorf, www.museum.zirndorf.de

Öffnungszeiten: Di-So 11-16 Uhr

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