Neues Forstbetriebsgutachten vorgestellt

Zirndorfer Stadtwald

Nachdem das alte Forstbetriebsgutachten für den Zirndorfer Wald abgelaufen ist, wurde ein neues Gutachten für die nächsten 20 Jahre erstellt. Dieses wurde bei einer Begehung im Stadtwald vorgestellt.

ForstbetriebsgutachtenWerner Siebenhaar

Moritz Bergen und Arnold Schellartz vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gemeinsam mit dem Gutachter Ralf Hofmann bei der Vorstellung des Forstbetriebsgutachten.

Aufgrund des Waldgesetzes sind Kommunen dazu verpflichtet, ein Forstbetriebsgutachten zu erstellen und den Wald vorbildlich zu bewirtschaften. In diesem Gutachten ist vorgeschrieben, welche forstbaulichen Maßnahmen in den nächsten 20 Jahren erfüllt werden müssen und welche Ziele die Stadt in den nächsten Jahren verfolgen möchte. Das Gutachten wurde von dem externen Gutachter Ralf Hofmann erstellt. Damit dieses Gutachten erstellt werden konnte, wurden Luftbilder ausgewertet. Es wurde ermittelt, wie viel Holz sich im Wald befindet und wieviel Holz zuwächst. Natürlich wurde auch verglichen, ob sich der Wald in den letzten Jahren erwartungsgemäß und wie gewünscht entwickelt hat. Anhand dieser Punkte wurde dann ein neues Gutachten erstellt, in dem auch die Wünsche der Stadt Zirndorf berücksichtigt wurden.

Der Zirndorfer Stadtwald erstreckt sich auf rund 82 Hektar verteilt auf sieben Standorte. Aktuell befinden sich im Stadtwald 79 Prozent Nadelholzbäume und 21 Prozent Laubholzbäume. Der Anteil der Laubbäume hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Hier zeigen auch die waldbaulichen Erfolge der letzten Jahrzehnte, standortgemäße Wälder zu begründen. So ist man dem Ziel einer ausgeglichenen Bestockung mit Nadel – und Laubbäumen zwar näher gekommen, es sind aber noch große Anstrengungen notwendig, dieses Ziel langfristig zu erreichen.

Moritz Bergen, Abteilungsleiter Forsten beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth, der Zuständige Förster Arnold Schellartz, Gutacher Ralf Hofmann und Service-Betriebe-Leiter Ralf Klein haben bei einem Termin im Wald zusammen mit  Bürgermeister Thomas Zwingel das Forstbetriebsgutachten in den Grundzügen vorgestellt.

 

Hier können sie einige konkrete Ziele, die für die nächsten 20 Jahre geplant sind, sehen:

 

- Erhalt der Waldfläche und Berücksichtigung von Naturschutzaspekten

- Umbau der Wälder in gesunde und klimatolerante Mischwälder

- Naturnahe, nachhaltige und vorbildliche Bewirtschaftung

- Erhöhung des Totholzanteils

 

Diese und viele weitere Ziele werden im Forstbetriebsgutachten festgehalten. Des Weiteren gibt es ein Revierbuch, in dem niedergeschrieben ist, wo sich der jeweilige Bestand befindet, mit welchen Baumarten er bestockt ist und welche forstlichen Maßnahmen genau geplant sind. Die Forstbetriebskarte zeigt, wo sich die einzelnen Reviere des städtischen Waldes befinden.

Das Gutachten soll von dem Bereichsleiter der Forstdienststelle Roßtal, Arnold Schellartz, gemeinsam mit Ralf Klein umgesetzt werden.

 

Schellartz ist seit 16. Oktober 2017 der neue Förster, unter anderem für den Stadtwald Zirndorf. Von seinem Büro in Roßtal aus betreut er nicht nur Zirndorf, sondern auch die Gemeindegebiete Roßtal, Stein, Oberasbach, Ammerndorf, Großhabersdorf und Wilhermsdorf. In diesem Bereich steht er den privaten und kommunalen Waldbestizern als Ansprechpartner rund um den Wald zur Verfügung. Seine Sprechzeit ist immer Dienstags von 10:00-12:00 Uhr (Rathausgasse 2, 90574 Roßtal, Tel. 09127/5948996).

drucken nach oben