Presseinformation der Kommunalen Allianz "Biberttal-Dillenberg"

Obstkolumne „Streuobst für alle“ - Dezember 2020

Bettina Hechtel, Kreisbäuerin des Bayerischen Bauernverbandes, gibt Tipps, zu winterlichem Rezept aus selbstgemachtem Apfelsaft.

Obstkolumne "Streuobst für alle"

Bettina Hechtel hat von Berufswegen her viel mit regionalen Produkten zu tun. In ihrem Stall stehen 100 Rinder, die Milch geben. Lange Jahre führte Sie einen eigenen Hofladen. Neben der Vermarktung von Milch gehört zum Hof auch eine stetig wachsende Streuobstwiese. Im heutigen Beitrag verrät Frau Hechtel Rezeptideen zur Verarbeitung von Obst, passend zur kalten Jahreszeit. In Landfrauentradition gibt sie ihr Wissen rund um Kochen, Backen, Lebensmittelkunde und Gesundheit gerne weiter.

 

Wo haben Sie gelernt, wie man eine Streuobstwiese anlegt und pflegt?

 

B. Hechtel: Die Obstbäume laufen nebenher und sind mehr ein Hobby als ein Teil des landwirtschaftlichen Betriebs. Das Wissen habe ich mir selbst angeeignet. Als Kind wird man von den Eltern oft mit rausgenommen und erfährt den Umgang mit der Natur ganz selbstverständlich. Außerdem habe ich ländliche Hauswirtschaft gelernt, da gehört Gartenbau zu den Lehrfächern. Einen Obstschnittkurs, wie ihn die Gartenbauvereine anbieten, habe ich noch nicht mitgemacht. Vielleicht hole ich das irgendwann nach. Der richtige Schnitt ist wichtig für den Ertrag, aber bis jetzt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.

 

Wie groß ist Ihre Streuobstwiese und wie wird sie genutzt?

 

B. Hechtel: Zum Hof gehören 50 Obstbäume verschiedenen Alters. Die älteren Bäume, die vor etwa 30 Jahren gepflanzt wurden, haben wir in den letzten Jahren durch circa 35 neue Halb- und Hochstämme ergänzt. Bei der Auswahl der Sorten haben wir darauf geachtet, alte Sorten zu pflanzen, vor allem wenn wir alte und kranke Bäume ersetzten mussten. Einige Obstbäume sind auch im Rahmen von Hoferweiterungen und Ausgleichsmaßnahmen hinzugekommen. Die Äpfel lagern wir im Keller ein und verbrauchen sie vorwiegend selbst. Wir fahren zum Beispiel ins Mosthaus nach Roßtal und stellen dort Saft aus unseren eigenen Äpfeln her. Den Apfelsaft habe ich früher im Hofladen verkauft, aktuell trinkt die Familie den Saft. Wer regionalen Saft kaufen möchte, kann sich bei den anderen Höfen und Hofläden in der Nähe umschauen, die meistens ebenfalls Streuobstflächen haben.

 

Haben Sie einen Rezepttipp, passend zur Wintersaison?

 

B. Hechtel: Ich empfehle einen warmen Apfelpunsch. Dafür braucht man 1 Liter Fruchttee, 1 Liter Apfelsaft, 2 Orangen, davon 1 in Scheiben geschnitten und 1 mit 5 Nelken gespickt und im Ganzen in den Topf gegeben, 2 Stangen Zimt, Zucker oder Honig je nach Süße des Apfelsaftes. Die Zutaten werden in einem großen Topf vermischt, erwärmt und 20 Minuten ziehen gelassen. Wer will, kann den Punsch mit Apfelwein verfeinern.

 

Selbst mosten: Mosthaus in Roßtal

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