Hubertus Hess

Schein und Sein  -  Bilder und Objekte                  

28. September - 3. November 2002

 

 

HH1Als Bildhauer arbeitet Hubertus Hess vorwiegend mit Fundstücken, Metallen, Glas und Gips. Als Maler bevorzugt er die Mischtechnik. Seine Hauptthemen sind der Mensch und das kultische Objekt. Engel sind ein immer wiederkehrendes Motiv. Dazu scheint der Werkstoff im Gegensatz zu stehen. Einerseits tritt die Schwere des Materials, die Betonung des Körperhaften in den Vordergrund. Dem gegenüber steht der Engel, nach dem traditionellen Verständnis ein leibloses Geistwesen, reduziert als Flügel.

 

Die Verknappung der plastischen Form ist ein von Hess bevorzugtes Gestaltungsmittel und steht im gegensätzlichen Verhältnis zu seiner Wirkung. Das Fragment, zugleich losgelöst vom Sockel, präsentiert sich in einer neuen Dimension und geht mit dem umgebenden Raum eine enge Beziehung ein. Das verleiht den Werken eine ästhetische Eigenheit und verdeutlicht eine über- natürliche Körperlichkeit. Ihnen haftet somit etwas Geheimnisvolles an und bieten Raum für vielfältige Assoziationen. 

 


 

Hubertus HessHubertus Hess wurde 1953 in Coburg geboren. Von 1979 bis 1986 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und war Meisterschüler von Prof. Christian Höpfner. Nach mehreren Studienreisen nach Nordafrika erhielt er 1988 diverse Preise wie beispielsweise den Kunstpreis der ASU - BJU Oberfranken und den Debütantenpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus. Im Jahr 1989 erhielt er ein Auslandsstipendium nach Glasgow und ein Jahr später bereits den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg. Es folgten weitere Auslandsaufenthalte in Japan, Ukraine, Frankreich und Ägypten sowie zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Nürnberg.

 

 


 

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