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Optimismus und Zuversicht trotz Herausforderungen
16. Wirtschaftsgespräch im Zirndorfer Rathaus
Auf Einladung von Bürgermeister Thomas Zwingel tauschten sich auch 2025 Vertreter der hiesigen Wirtschaft, ZiMa Zindorf Marketing eG, der Kammern und der Stadtspitze Ende Juli in einer lockeren Gesprächsrunde branchenübergreifend aus.
Zu Beginn des Abends wies Zirndorfs Bürgermeister Thomas Zwingel auf die angespannten finanziellen Rahmenbedingungen für die Kommunen in Deutschland hin und gab tiefe Einblicke in die städtische Haushaltslage. Wie acht weitere Landkreisgemeinden ist derzeit auch Zirndorf von einer Haushaltssperre betroffen, was sich insbesondere bei lieb gewonnenen, aber nicht mehr finanzierbaren freiwilligen Leistungen bemerkbar macht.
Im weiteren Verlauf äußerten sich die anwesenden Vertreter der Wirtschaft und Kammern zur aktuellen Auftragslage und ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung. Trotz globaler Unsicherheiten und unvorhersehbarer Marktentwicklungen sehen die Unternehmer durchaus Chancen für Innovationen und nachhaltiges Wachstum, das belegen unter anderem größere geplante Investitionen. Gerade Innovationen und Investitionen werden branchenübergreifend als wesentliche Grundpfeiler für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung angesehen. Auch die Vertreter der Banken zeichneten im Hinblick auf die unternehmerische Tätigkeit ihrer Kunden ein durchaus positives Bild.
Die Unwägbarkeiten der Weltwirtschaft und Probleme der Unternehmer wurden zudem thematisiert. Als zentrale Herausforderungen in unsicheren Zeiten wurden dabei der Fachkräftemangel und stetig steigenden bürokratischen Anforderungen identifiziert, die es aktiv anzugehen gilt. Hoffnung setzen die Wirtschaftsvertreter gerade bei Berichtspflichten in den Einsatz künstlicher Intelligenz, die aber datenschutzkonform auszugestalten wäre. Und obwohl der Fachkräftemangel nach wie vor nicht wegzudiskutieren ist, konnten einige Betriebe sogar von positiven Erfahrungen bei der Personalsuche berichten. Einig waren sich alle Anwesenden, dass die Unternehmen davon profitieren, selbst Nachwuchskräfte auszubilden. Dass hier auch kreative überörtliche Lösungsansätze erfolgsversprechend sein können, zeigt beispielsweise ein innovatives Modell der Kooperation von Metzgereien mit ausländischen Auszubildenden.
Je größer die Unwägbarkeiten der Wirtschaftslage, desto bedeutender ist die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wirtschaft. Der Bürgermeister wollte von den anwesenden Unternehmern deswegen genau wissen, was die Stadt tun könne, um die ansässigen Betriebe zu unterstützen. Die Unternehmer wünschen sich von der öffentlichen Hand eine klare Kommunikation, Optimismus und eine nötige Portion Mut bei der Rechtsanwendung, führe der Versuch maximale Rechtssicherheit nach Einschätzung einiger Vertreter doch zum Stillstand, zumindest aber zur Ausbremsung innovativer Ideen. Ideal wäre auch eine neue Stelle in der Kommunalverwaltung, die die Unternehmer bei staatlichen Förderungen unterstützt. Andere Städte und Gemeinden hätten hier mit Wirtschaftsförderern gute Erfahrungen gemacht.
Auch in diesem Jahr hat der zwanglose Austausch erfreulich deutlich gezeigt, dass die Unternehmer trotz aller Herausforderungen ihre Zuversicht bewahren und Dank motivierter Mitarbeiter und zukunftsweisender Investitionen auf eine positive Entwicklung in der Region setzen. Gemeinsam mit der Stadt Zirndorf wollen sie die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen, die regionale Wirtschaft weiter voranbringen und gemeinsam gestärkt aus der herausfordernden Lage hervortreten.
Für Bürgermeister Thomas Zwingel, der den zwanglosen Austausch mit den Wirtschaftsvertretern einst ins Leben gerufen hat, war es das letzte Wirtschaftsgespräch seiner Amtszeit. Er wird die Fortsetzung des erfolgreichen Gesprächsformates auch seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger dringend ans Herz legen, so versprach er es den Wirtschaftsvertretern.



